
Wertevermittlung: Akzeptanz und Respekt vor der Natur - Erkennen der Pflanzengemeinschaften — Nutzen der Pflanzen und Früchte – jahreszeitliche Abläufe – Lebensräume schaffen - intuitiv handeln - Natur näher bringen – Natur hilft sich selbst, heilt sich selbst – harmonisches Miteinander aller Lebewesen – die Bedeutung des Naturwissen auf den Menschen übertragen – Gesundheit sichern – Graben, Entdecken, Forschen, Erfolg sehen – Wohlgefühl - Gemeinschaft
Als wir in unser Haus nach Rheinhessen zogen, faszinierte mich der Garten, der, obwohl nicht groß, grünte, blühte und zahlreichen Vögeln, Eidechsen und Insekten ein Zuhause bot. Wir brachten ein Pferd und eine Ziege, zwei Hunde und zwei Katzen mit. Eigentlich bin ich damals auf einen "Permakultur-Garten" gestoßen. Nur - ich wusste nicht, was Permakultur ist. Heute weiß ich es und es ist simpel:
Akzeptanz und Respekt vor der Natur, so wie sie ist; Erkennen der Pflanzengemeinschaften (was tun sie füreinander) und Nutzen der Pflanzen und Früchte gemäß dem Angebot des Jahres.
Wichtig ist dabei der Faktor der jahreszeitlichen Abläufe. Was machen die Pflanzen (und Insekten) im Winter, was geschieht im Frühling usw... . Mehltau und Läuse ärgerten mich. Ich besorgte mir Bücher. " Was hatten die Menschen denn früher gemacht, als es noch keine Chemie gab? Jahrtausende lang?" Ich pflanzte Knoblauch unter Rosen, "spritzte" mit Brennesselbrühe, erkannte gleichzeitig den Reinigungs - und Vitalisierungswert für den Menschen; es gab Brennesseltee- und Spinat- herrlich!
Die Marienkäfer mögen die Brennessel, sie mögen Läuse als Nahrung...
Stück für Stück staunte, grub und forschte ich mich durch den Garten, riss Betonplatten raus, holte Steine aus dem Steinbruch am Donnersberg, sog. Rhyolit, ein uraltes magmatisches Gestein, mit herrlichen Mineralien und nahm unbewusst den einen oder anderen Samen mit. Überrascht schaute ich im nächsten Frühling, was uns die Natur im Garten Neues bot. Auf einmal war eine Smaragdeidechse da, Eichhörnchen rasten durch die Wipfel der Bäume, ein kleiner Teich, vor der Gartentüre angelegt, lockte bunte Insekten aller Art an. Wir wässerten mit Regenwasser, das wir in Tonnen auffingen (mitunter raste ich bei einem Wolkenbruch von Fallrohr zu Fallrohr, um die Tonnen zu wechseln.) Die Natur dankte uns den Einsatz mit blühender Lebensfreude. Ich brachte Waldhimbeerpflanzen und Walderdbeeren mit und fand intuitiv die "richtige" Stelle, unter einer Kiefer fühlten sich alle wohl. Thymian, Origano wuchsen Tür an Tür, die herrliche Pfefferminze verbreitete sich, in Gesellschaft mit Salbei, der Nelkenwurz. Wir hatten Kirschbäume, einen Apfel- und Birnbaum und viele Nadelhölzer, die den Starkwind sowie die Autogeräusche der nahen Bundesstrasse abfingen...
Ich legte einen Steingarten auf rd. 30m² an, mit kleinen, in sich verschlungenen Pfaden, nutzte jeden cm des schmalen Grundstückes zum Einfangen der Sonnenstrahlen aus. Und irgendwann erstand ich das Buch von Sepp Holzer "Permakultur"- und verstand. Ich und wir hatten intuitiv gehandelt und - ja: Es richtig gemacht! Die Permakultur ist kein Gott. Sie ist der Schritt, der uns Menschen ökologisch und ökonomisch die Natur wieder näher bringt. Die Natur hilft sich selbst, heilt sich selbst und das können Mensch und Tier auch.
Hier in Südfrankreich haben wir die Chance, dieses harmonische Miteinander aller Lebewesen weiter zu beobachten und gemäß dieser Einsichten zu handeln. Das beste Beispiel ist die "Freilandhaltung" unserer, nun sechs Pferde. Wir stecken Parzellen unseres Terrains ab, für kurze Zeit, die mit der Kräutervielfalt der Region (Naturwiesen) gesegnet sind. Wir sparen uns den Rasenmäher, die Pferde "wandern" auf ihrem Terrain, fressen, was Sie mögen (und brauchen!). Je nach Jahreszeit füttern wir unser Heu der eigenen Wiesen zu. Pferde in dieser Haltung benötigen nur noch bedingt Impfstoffe und Wurmkuren. Das Wissen auf den Menschen übertragen: In einer Gemeinschaft, in natürlicher "Umgebung", natürlicher Ernährung mit unbehandelten Speisen, gutem Wasser und der "Freiheit" der Entwicklung ist ein guter Teil der jetzigen und künftigen Gesundheit – Abwehrkräfte - Wohlbefinden gesichert. Der Weg in den Garten...mit der Familie, mit Freunden, sich bücken, kriechen, die Sonne genießen, die Pflanzen schmecken, den Erfolg der täglichen Gartenarbeit sehen, das alles kann Wohlgefühl in hohem Masse bedeuten - für einen Selbst und für das Erleben in der Gemeinschaft.
Erleben Sie mit uns einen Tag auf einer Ferme. Frau Kolganoff-Boyer lebt in einem kleinen Tal und bewirtschaftet ihren Bauernhof mit der Liebe und dem Respekt zur Natur. Sie hat ihn vor rund 2 Jahren übernommen und mit viel Engagement ihre Existenz aufgebaut. So kann Sie bereits jetzt einen Großteil des Jahres Gemüse, Früchte, Kräuter liefern bzw. auf dem Markt verkaufen. Sie kennt die Bedeutung der Pflanzengemeinschaften und bewirtschaftet ihr Land nach den Regeln der Permakultur.
Dauer: 2 Nachmittage á 4 Stunden und ein Marktbesuch
Alter der Teilnehmer: Kinder ab 10 Jahre und Erwachsene – nach oben keine Altersgrenze .
Voraussetzungen der Teilnehmer: Offen für neue Erlebnisse, Erfahrungen - Bereitschaft in der Erde zu graben, landwirtschaftlich zu Arbeiten – Sprachbarrieren zu überwinden
Kosten auf Anfrage
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