Kurzgeschichten


Geschichten

Es ist ein warmer Tag im spät August. Wir beendeten gerade ein Meeting bezüglich einer Private Label Beer Marke welches seinen Ursprung vor einigen Monaten hatte. Doch wie es der Zufall so will, alles ging schief heute.

Das Meeting war angesetzt um 11 Uhr heute morgen. Ich erschien pünktlich 5 vor 11 steckte meinen Schlüssel in Schloss und da passierte es. Mein Schlüssel brach ab und der Rest davon steckte tief im Zylinder des Schlosses. Glücklicherweise, leben wir im Zeitalter von Handys und so suchte ich direkt nach Schluesseldienst Basel und es dauerte keine 20 Minuten und das Schloss war ausgetauscht.

Direkt gegenüber unserem Biergartens ist ein kleines Cafe und Peter, mein Termin, und ich machten es uns dort gemütlich.

Nachdem wir beide unseren Cafe vor uns hatten und es eigentlich ein schöner Sommertag auf der Terrasse war dachte ich laut: Tage wie diese und im selben Atemzug fügte Peter an: Selbiges dachte ich auch gerade und du wirst es mir nicht glauben letzte Woche war ich in einer ähnlichen Situation. Ausgeschlossen aus meinem Haus verzweifelt nach dem Handy suchend googelte ich nach einem Schlüsseldienst in Basel.

Wir beide lachten über diesen Zufall und keine 5 Sekunden später rief jemand. Peter, bist du es?

Es war Benjamin der freundliche Schlüsselnotdienst von nebenan.

Peter, hast Du dich wieder ausgeschlossen? fragte er.

Hallo Benjamin, was für ein Zufall, dass Du kommst. Nein, meinem Freund Klaus ist der Schlüssel im Zylinder abgebrochen und jetzt kommst du um die Ecke.

Ich war am lachen, so klein ist die Welt und wie groß sind die Odds, dass wir Beide denselben Schlüsseldienst in Basel kontaktieren.

Es dauerte nur eine kurze Weile und Benjamin tauschte das Schloss gegen ein neues Sicherheitsschloss aus und wir führten unsere Unterhaltung im Lokal fort. Klaus ist ein alter Hase aus der Getränke Branche und vor einiger Zeit kamen einige Gastronomiefreunde und ich auf die Idee unsere Eigene Bier Marke haben zu wollen. Auch Klaus spielte mit dem Gedanken und war schon wesentlich weiter in der praktischen Umsetzung. Seine Nachforschungen umfassten bereits Gedanken und die Entscheidung die richtige Contract Brewery zu finden.

Und nach intensiven Unterhaltungen der Entschluss war gefasst. Wir bekommen unsere Eigene Bier Marke.

Die Aufgabenliste war immer noch immens. Neben der Entscheidung unseres zukünftigen Absatzmarktes, kam uns zugute dass wir unsere ersten Basis Umsätze durch unsere Eigenen Gastronomien erfolgreich abdecken. Die ersten Gedanken ob wir dadurch genug Umsatz haben wurden irrelevant durch die Partnerschaft mit Peter. Anstelle nur eines lokalen Marktes war unser erster Zielmarkt National.

Durch mein Marketing und Design Studium wurde der nächste Schritt recht einfach. Ein passendes Design und Logo zu entwerfen. Die Jungs von PrivateLabelBeer.de taten Ihres dazu und unterstützten uns mit notwendigen Details auf die wir zu achten haben. Unsere Basis Entscheidung waren Bierfässer. Nun kam noch die Entscheidung hinzu ob wir mit Flaschen oder Bierdosen national starten sollen.

Pfand ist leider immer ein Dilemma und aus der Romantik unsere Jugend, entschieden wir uns für Bierdosen. Leicht zu transportieren, und einfach im See oder Fluss zu kühlen. Der einzige negative Beigeschmack sind die Hohen Mindestbestellmengen der Bierdosen Hersteller. 250 bis 300.000 Dosen als Erstbestellung, ist eine Menge auf den ersten Blick. Genauer betrachtet sind es nur 12.000 Trays oder 76 Paletten und das im halben Jahr. Ja das ist machbar.

Weitere Wochen vergingen und neben unserem Marketing plan mit lokaler, nationaler und übernationaler Ausrichtung es war so weit. Der Eröffnungsfeier unseres ersten Bieres rückte näher. Wir planten ein Eröffnungsevent in all unseren 20 Gaststätten, Biergärten und Restaurants. Geladen waren natürlich neben unseren Freunden und Bekannten alle Stammkunden und auch die Lokale Presse. Kombiniert war die Nacht mit einem 20 Bands in 20 Bar Events und die Anfrage war riesig.

Wir hielten unseren Namen überwiegend in Verschwiegenheit bis zum offiziellen Fassanstich.

Der Goldene Vogel war geboren.

In den folgenden Tagen, hörten wir noch ständig in der Presse von unserm Band Event und auf jedem Bild war das Logo unseres Goldenen Vogels Abgebildet. Es war ein großartiger Start. Doch wie ein Freund immer zu sagen pflegte: Eine Ehe und ein Geschäft sind kein Quicky und so sehen wir uns einer Menge Arbeit voraus mit dem großen Vergnügen den Tag mit einem guten und eigenen kalten Glass Bier beenden zu können.

Das ist es wert.


Christians Geburtstagsparty

Christian und ich, wir kennen uns seit dem Sandkasten und unsere Freundschaft änderte sich auch nicht, nachdem seine Familie in die Schweiz zog. Ich lebte immernoch in Bayern aber studierte nun in Freiburg und somit waren wir fast wieder Nachbarn. Vor zwei Wochen erhielt ich einen Anruf: "Hey Digga, in 2 Wochen werde ich 18, komm rüber wir feiern!"

Meine Klausuren hatte ich für diese Semester abgeschlossen, und wollte mir sowieso gerade eine Auszeit gönnen, also sagte ich zu natürlich zu. Ein einhalb Wochen später, saß ich im Zug. Auf Getraenkehandel.eu bestellte ich 2 Paletten Weissbier und die Party konnte beginnen. Am nächsten Tag hatte Christian seine letze Fahrstunde und anschliessend seine Führerscheinprüfung und nachdem alles bestanden war: Party on!

Wir waren richtig glücklich mit dem Wetter und begannen die Gartenparty auszurichten. Die Zapfanlage, samt Fässer wurden geliefert, die Bierbank Garnituren kamen auch gerade an. Unsere erste Priorität liegt selbstverständlich im Anschliessen und vor allem testen der Zapfanlage und so nach jeder weiteren vergangenen Stunde war die Dekoration und weitere Bier Testvorgänge erfolgreich abgeschlossen. Am nächsten Tag war es dann endlich so weit. Nach dem weltbesten Frühstück gegen einen Kater und als preparation für den kommenden Kater, waren sind wir alle motiviert für die Party. Gegen 4 trudeln die ersten Gäste ein. Ich machte mir Peter, Christians eines der Biere auf die ich auf Getraenkehandel.eu kaufte und yumm waren die lecker. Mit Familie und allem drum herum waren wir um die 50 wobei die Christians Mom eine separate Party für die Familienmitglieder plante und wir gegen 8-9 Uhr abends alleine mit seinen Freunden waren. Tolle Organisation, die ich total vergaß als ich Caroline vorgestellt wurde. Oh mein Gott, weissblondes fast engelsblondes Haar, eine süsse Stupsnase und ein mich darinschmelzendes Lächeln eingefangen in eine sehr schlanke und Figur. Wow, dachte ich nur und überhörte fast ihr: "Hi, ich bin Caroline. Christian erzählte mir du bist sein bester und ältester Freund." Ich war sprachlos - glücklicherweise nur für eine Millisekunde und so stellte ich mir vor: "Hi, ich bin Daniel und ja wir kennen uns seit dem Sandkasten." Wie vom Blitz getroffen wusste ich ich muss mir ihr flirten. "Stell Dir mal vor, er und ich kennen uns seit 15 Jahren, ist das nicht toll wenn Menschen durch Zufall zueinander finden und wissen dass es für immer ist? Selbst als er vor 5 Jahren mit seiner Familie nach Basel zog ist es jetzt als wäre er nie Weg gewesen. Ich freue mich schon auf den Moment an dem ich realisere, so jemand tollen wieder in meinem Leben zu finden. Jemand echtes, reales." Ich lächelte ihr in die Augen nahm Ihre sanft aber bestimmend ihre Hand und sagte: "Du must durstig sein, lass uns dir erst einemmal etwas zu trinken holen und ich freue mich von Dir zu hören wie Christian und du euch kennenlernten." Die Nacht war toll, wir feierten, führten unsere Gespräche fort und hatten 



Der erste Rennwagen, ein langer Weg

Schon als Teenager war mein größter Traum Rennfahrer zu werden. Meine Eltern sahen meine Zukunft mehr in einem konservativen Leben. Zusammenfassend gesagt, lebt jeder wohl in seiner eigenen Schublade, innerhalb seines eigenen Gartenzaunes unabhängig wie überschaubar oder weitläufig das Areal ist. Ich hatte immer das Gefühl mein Leben beginnt wo der Gartenzaun meiner Eltern endete. Das ist wohl auch worauf es im Leben ankommt. Sein eigenes Leben zu leben und nicht in den Beschränkungen anderer, es sei denn diese wäre die eigenen. Aber wie bereits gesagt, auf mich traf dieses nicht zu. Wenn es nach meinen Eltern gegangen wäre, dann wäre mein erstes Auto ein 26PS 2CV geworden. Dagegen musste ich etwas unternehmen. Ich hörte mich bei meinen Freunden um was die als Nebenjob verdienen und was soll ich sagen. Alles war nicht so tolle. Entweder schlechte Bezahlung oder ich würde mich zu Tode schuften. Nach längeren Überlegungen war mir klar. Ein Job mit erhöhtem Risiko wird besser bezahlt und ist in der Regel auch nicht zu Tode schuftend.

Durch Zufall traf ich eines Tages Benjamin, seine Firmen, Desinfektor und Wespenentfernen, sind, wie die Namen schon sagen, spezialisiert auf Ungezieferentfernung. Er hatte gerade Hochsaison und suchte nach Aushilfen. Ich was sofort dabei. Die Bezahlung war gut und die Arbeit leicht. Alles in allem es war großartig für mich.

Eineinhalb Jahre später, mein Plan war perfekt. Meine Eltern versprachen mir mich beim Führerausweis finanziell zu unterstützen und ich hatte sogar fast genug Geld zusammen für meinen ersten gebrauchten Rennwagen. Leider erst fast. In der Schule war ich gut, mein Nebenjob war super und der Sommer war auch super. Eines Tages, es war ein warmer, sonniger Spätherbst, gingen Benjamin und ich nach getaner Arbeit auf ein Bier. 60 Minuten oder sogar 30 Minuten im Bienen–, Wespenschutzanzug im Sommer, da wird der Brand schon heftig. Es war einer dieser Tage an denen alles echt gut war. Kaum im Biergarten angekommen, standen schon die ersten zwei Halbe vor uns und wow, diese ersten Schlucke, wenn das Bier die Kehle hinunterläuft, sind irgendwie magisch. Gerade als ich einem süßen Mädel hinterherschaute legte Benjamin mir einen Umschlag mit den Worten „für Dich“ auf den Tisch. Immer noch gedanklich bei dem Mädel öffnete ich den Umschlag und konnte meinen Augen nicht trauen als ich ihn verblüffend fragte: ist mein Rennwagen damit gesichert? Es sah so aus.


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